2025 war kein Jahr der großen Durchbrüche, besonders im Klimaschutz, dennoch gab es Entwicklungen in die richtige Richtung. Zwischen globalen Herausforderungen versteckten sich dieses Jahr viele kleine Nachrichten, die gezeigt haben, dass wir trotz so mancher Krisen auf dem Weg in eine zukunftsfähige Welt sind. Hier sind 12 gute Gründe, optimistisch zu bleiben – einen für jeden Monat. Am Ende verraten wir euch auch die good news der Uni Leipzig.

Januar – Belgien verbietet Einweg-E-Zigaretten
Im Januar 2025 gab Belgien bekannt, Einweg-E-zigaretten zu verbieten und somit die Abfälle, die durch diese entstehen, zu reduzieren. Besonders die Akkus der Zigaretten, die nicht verwertet werden können, stellen eine große Gefahr für die Umwelt da. Doch besonders wichtig ist die Gefahr, die durch den Nikotinkonsum entsteht, besonders bei Jugendlichen, weshalb ein Verbot der Zigaretten als Schutz der Gesundheit dient.
Februar – Mehr Deutschlandtickets als Autos in Hamburg
Gute Nachrichten für den öffentlichen Nahverkehr. In Hamburg waren im Februar mehr aktiv genutzte Deutschlandtickets registriert als es zugelassene Autos in der Stadt gibt. Ein gutes Zeichen, für die Bereitschaft der Menschen, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen und aufs Autofahren zu verzichten. Laut dem Artikel seien die vielen Baustellen ein wichtiger Punkt, weshalb viele Menschen auf den öffentlichen Nahverkehr zurückgreifen.
März – neue Umweltzone in Amsterdam
Um die Lärmbelastung zu verringern und eine bessere Luft zu schaffen, wurden in Amsterdam neue Regeln für die Befahrung der Grachten (Kanäle) der Stadt erlassen. Dank einer neu eingerichteten Umweltzone ist die Befahrung nun ausschließlich elektrisch oder mit Wasserstoff betriebenen Freizeitbooten erlaubt. Ruderboote dürfen die Grachten natürlich weiterhin nutzen, doch mit Benzin oder Diesel betriebene Boote, mit der Ausnahme mancher Museumsboot, sollen die emissionsfreie Zone nicht mehr befahren.
April – Studien finden positive Wirkung des Deutschlandtickets
Den Erfolg des Deutschlandtickets verdeutlicht ein Bericht für die Verkehrsministerkonferenz der Länder. Darin wird erläutert, dass das Ticket nicht nur Autofahrten ersetzt (schätzungsweise 560 Mio. in den ersten 20 Monaten seit seiner Einführung), sondern bisher auch 2,3 Mio. Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart werden konnten. Das Ticket ist zwar deutlich ansprechender für Menschen, die öffentlicher Verkehrsmittel auch schon vorher genutzt haben und weniger verbreiten unter „Systemeinsteigern“, dennoch besitzt heute ungefähr jede*r Sechste*r ein Deutschlandticket.
Mai – China’s Co2-Ausstoß sinkt erstmals
Nachdem der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß Chinas im Vergleich von 2023 zu 1990 um 381% gestiegen ist, ist er anfangs 2025 im Vergleich zum Vorjahresquartal zum ersten Mal leicht gesunken. Diese Entwicklung ist auf den massiven Ausbau von erneuerbaren Energien, wie Wind und Solaranlagen aber auch Atomkraft, nachdem das Land lange auf Kohle als Energiequelle gesetzt hatte. Dennoch ist dieser Rückgang zu gering, um das für 2030 gesetzte Klimaziel zu erreichen.
Juni – Studie beweist hohe Effektivität von Klimaprotesten
Eine Studie aus dem Juni 2025 beleuchtet die Wirkung von Klimaprotesten. Sie zeigt, wie Klima-Aktivismus die die öffentliche Meinung beeinflusst, indem auf aktuelle Probleme und wissenschaftliche Ergebnisse hingewiesen wird. Dies beeinflusst Politik, und sorgt für die Umsetzung von mehr Gesetzten und Regeln zum Klimaschutz. Die Studie bezieht sich auf Aktivismus in Westeuropa und den USA, weshalb nur ein kleiner Teil der aktivistischen Bewegungen zum Klimaschutz betrachtet wird und auch die Studie belegt, dass die Erfolge der Bewegung noch nicht den Forderungen der Aktivisten gerecht werden. Trotzdem bleibt es ein Schritt in die richtige Richtung.
Juli – Infinity Train in Australien
Der in Australien vorgestellte Infinity Train soll als erster Elektrozug in Australien Rohstoffe transportieren und seine Batterie beim Fahren selbst aufladen. Dazu seien keine externe Energie nötig, da das hohe Gewicht des beladenen Zuges beim Bremsen zu Rekuperation führt, da das Schienennetz ein ausreichendes Gefälle hat, und der Zug so bergab Richtung Hafen fährt. Bis 2030 sollen vier Routen vom Infinity Train befahren werden, die 235.2 Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr einsparen.
August – 1 Jahr lang keine Verkehrstoten in Helsinki
Nach dem immensen Ausbau von Tempo 30 Zonen in der finnischen Hauptstadt Helsinki, gab es in der fast 700.000 einwohnerstarken Stadt ein Jahr lang keine Verkehrstoten. Geschwindigkeitsbegrenzungen, Ausbau von Zebrastreifen und Fahrradwegen und der Ausbau der Verkehrsüberwachung mache den Verkehr sicherer und reduziere die Autos in Helsinki. Auch in anderen Europäischen Städten werden Tempo 30 Zonen ausgebaut, womit bisher viele positive Erfahrungen gemacht wurden.
September – neues Abkommen gegen Überfischung
Die Mitglieder der Welthandelsorganisation (WTO), haben sich auf ein neues Fischereiabkommen geeinigt, welches ungeregelte Fischerei einschränkt und den weltweiten Bestand an Fischen schützen will. Mehr als ein Drittel aller geprüften Fischbestände sei überfischt und die Subventionen sorgen weiterhin für Überkapazitäten der Flotten. Daher sei ein neues Abkommen äußerst wichtig, um Bestände zu schützen und nachhaltige Fischerei ermöglichen.
Oktober – Klage gegen Greenwashing erfolgreich
In einer Kampagne des Öl- und Gaskonzerns TotalEnergies behauptete dieser klimaneutral zu werden und eine wichtige Rolle in der Energiewende spielen zu wollen. Da die versprochenen Investitionen in erneuerbare Energien, sowie die Behauptungen zum Klimaschutz auf der Website des Konzerns als „Greenwashing“ entlarvt werden konnten, wurde der Konzern in Frankreich verurteilt und muss die irreführenden Aussagen entfernen und Schadensersatz an die klagenden NGOs zahlen.
November – Polen verbietet Pelzzucht
In Polen wurde im November diesen Jahres die Pelzzucht verboten. Polen gilt als viertgrößter Pelzexporteur der Welt, jedoch ist der Anteil der Pelzzucht am nationalen Export sehr gering. Das Parlament beschloss das Verbot mit einer deutlichen Mehrheit und setzt so ein wichtiges Zeichen für den Tierschutz.
Dezember – Ozonloch erholt sich
Die Erholung des Ozonlochs über der Antarktis scheint Fortschritte zu machen. Das Loch im natürlichen Schutzschild der Erde vor UV-Strahlung, welches durch FCKW und andere Chemikalien entstanden ist, schrumpft seit dem Verbot dieser Chemikalien und schließt sich zu einer bestimmten Zeit des Jahres. Im Jahre 2025 war es bereits am 1. Dezember so weit, so früh wie seit 2019 nicht mehr.
Wir nehmen diese Impulse mit ins Jahr 2026 mit der Hoffnung, von weiteren good news und größeren Schritte in Richtung einer nachhaltigen Zukunft zu hören.
Good News der Universität Leipzig
Doch vorher haben wir noch ein paar lokale Beispiele von good news und zwar die Fortschritte, die die Universität Leipzig im Jahr 2025 umsetzten konnte.
Zum Beispiel wurde im Forschungsinformationssystem „leuris“ nun eine Funktion eingeführt, über welche Forschende Ihren Projekten SDGs (Ziele für Nachhaltige Entwicklung) zuordnen können und so nachhaltige Entwicklung, die ihr Projekt beinhaltet, markieren können. Dies fördert die Sichtbarkeit der Arbeit, sowie den interdisziplinären Austausch.
Außerdem wurde der 1. Nachhaltigkeitsbericht der Uni veröffentlicht, aus dem hervorgeht, dass die Uni 2024 wichtige Schritte in Richtung einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Uni gemacht hat, wie das Angebot von Studiengängen mit großem Nachhaltigkeitsbezug, die Förderung von Forschungsprojekten und Konzepten für einen nachhaltigen Campusbetrieb. Dazu gehören zum Beispiel drei neue Lastenräder für die Mitarbeitenden der Uni.
Des weiteren wurde ein Leitfaden für nachhaltige Dienstreisen beschlossen, der Mitarbeitende anregt, Emissionen auf Dienstreisen zu reduzieren und bewusste Entscheidungen fördern soll.
Über den Verkauf des Uni-Eises konnten 3.500 € für die Grüne Schule im botanischen Garten gesammelt.
Dies sind schöne und wichtige Projekte, doch wir sind noch weit von einer nachhaltigen Universität entfernt und es sind noch viele große Schritte notwendig, um die Uni zukunftsfähig zu machen. Wir freuen uns auf die Durchführung neue Projekte und Aktionen im kommenden Jahr, die unsere Universität nachhaltiger machen und bleiben gespannt auf die hoffentlich reichlichen good news des Jahres 2026.
Frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
